Infos für Freiwillige

Du bist zwischen 15 und 26 Jahre alt, interessierst Dich für Sport, magst Kinder und Jugendliche und hast ein Jahr Zeit? Dann mach doch ein FSJ im Sport!

Das FSJ im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges gesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung fördern möchte. Das FSJ im Sport vermittelt dabei Einblicke in ein spannendes Einsatzfeld, in dem die TeilnehmerInnen sowohl erste berufliche Erfahrungen sammeln als auch sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit entscheiden können. Derzeit absolvieren fast 2.000 junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.

Als Einsatzstellen im Sport kommen somit Vereine und Sporteinrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren, wie z.B. Sportvereine, Sportverbände, Jugendferiendörfer, Bewegungskindergärten, Sportschulen und Sportbildungseinrichtungen, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen. Alle FSJlerInnen werden für ihre Tätigkeit ausgebildet und machen eine Übungsleiterlizenz.

Die Deutsche Sportjugend ist die Dachorganisation der Träger für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport. Für Verwaltung, Organisation und Durchführung des FSJ im Sport sind die Landesorganisationen der Sportjugend jeweils in ihrem Bundesland zuständig. Ansprechpartner für Jugendliche, die ein FSJ absolvieren möchten, sind die zuständigen Landessportjugenden.

Rahmenbedingungen
Ein FSJ dauert mindestens sechs und maximal 18 Monate. Während des Freiwilligen Sozialen Jahres besteht Anspruch auf 26 Urlaubstage sowie 25 Bildungstage. Alle bürokratischen Formalitäten übernimmt die Landessportjugend. Die Einsatzstelle beteiligt sich an den entstehenden Kosten.
Das FSJ beginnt in der Regel am 1. September jeden Jahres. Es dauert mindestens sechs und maximal 18 Monate.
Für alle TeilnehmerInnen am FSJ besteht ein Anspruch auf fachliche Anleitung und pädagogische Betreuung in den Einsatzstellen, sowie auf ein begleitendes Seminarangebot. Dieses besteht - bezogen auf eine zwölfmonatige Teilnahme - aus 25 Arbeitstagen, die Teilnahme daran ist verpflichtend und gilt als Arbeitszeit.

• Das FSJ wird ganztägig geleistet, die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5  bzw. 40 Stunden. Bis zum 18. Lebensjahr gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
• Während des Freiwilligen Jahres besteht Anspruch auf 24-26 Urlaubstage.
• Ein Taschengeld von mindestens 150 Euro pro Monat wird gezahlt.
• Während des FSJ wird die Zahlung des Kindergeldes fortgesetzt.
• Die Landessportjugend übernimmt als FSJ-Träger die Kosten für die Sozialversicherung, d.h., Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge werden abgeführt und schließt eine Haftpflichtversicherung ab.
• Sofern eine freie Unterbringung und Verpflegung in den Einsatzstellen nicht möglich bzw. nicht gewünscht ist, wird eine Unterkunfts- und Verpflegungspauschale gewährt.

Aufgaben und Tätigkeiten
Die Aufgaben liegen z.B. in der Mitarbeit bei der Vereins- oder Verbandsarbeit, bei Spielfesten oder Sportschnupperveranstaltungen, in Ferienfreizeiten oder Ferienspielen, bei Abenteuer-sportaktionen oder bei Skatertreffs, beim Eltern-Kind-Turnen oder in anderen interessanten Arbeitsfeldern im Sport.
Die Tätigkeiten der FSJler/-innen variieren je nach Angebot und Kooperationspartner der Einsatzstelle. Sie alle aber haben mit der sportlichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu tun

Zentrale Aufgabenfelder der Teilnehmer/-innen im FSJ im Sport sind:
• Planen, Durchführen und Auswerten von sportlichen, kulturellen und politischen Vereinsangeboten für Kinder und Jugendliche
• pädagogische Betreuung von Kindern und Jugendlichen
• Kennenlernen und Mitarbeit in den Gremien der Jugendselbstverwaltung
• Kennenlernen und Begleitung von organisatorischen Rahmenbedingungen für Vereinsangebote mit Kindern und Jugendlichen
• Gestaltung von Trainingseinheiten, Wettkampfbetreuung,
• Pflege und ggf. Aufbau von Kontakten innerhalb und außerhalb der Einsatzstellen.

Die Tätigkeiten der FSJler/-innen liegen damit in den Bereichen Bewegung, Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche.
Nach Absprache ist es auch möglich, Freiwillige in anderen Bereichen einzusetzen, bspw. im Umweltbereich, der Betreuung besonderer Zielgruppen und in der handwerklich-gärtnerischen Arbeit.

Je nachdem in welchem Bundesland du deinen Dienst absolvieren willst (Wohnort) sind die korrekten Ansprechpartner/-innen für weiter Information und Bewerbungen Opens internal link in current windowhier zu finden.


Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Sport

Das FÖJ im Sport ist ein Freiwilligendienst für junge Menschen in Niedersachsen, der zwei wichtige Bereiche der Gesellschaft vereint. Einer dieser Bereiche ist der Umwelt- und Naturschutz. Der zweite Schwerpunkt ist Sport und Bewegung.

Ziele
Eine nachhaltige Entwicklung soll in den niedersächsischen Sportvereinen und  -initiativen durch das FÖJ im Sport gefördert werden. Dabei sollen Aspekte des Umweltschutz und speziell des Klimaschutzes in den Sportstätten und –vereinen möglichst dauerhaft platziert werden. Das soll durch eine Vernetzung von umwelt- und sportpädagogischer Bildungsarbeit sowie durch die Initiierung von Projekten in den Einrichtungen geschehen.
Die jungen Freiwilligen werden zu Multiplikatoren des Klima- und Ressourcenschutz im und durch den Sport ausgebildet.

Tätigkeitsfelder im FÖJ im Sport
Vier Einsatzfelder stehen aus unserer Sicht beim FÖJ im Sport im Vordergrund. Dazu gehören die Gestaltung sportlich zu nutzender Landschaftselemente sowie das Anlegen von kompletten neuen Sporträumen mit Naturcharakter.
Ein weiteres Einsatzgebiet sehen wir in der Planung und Durchführung von Aktivitäten außerhalb der Sportstätten mit und in der Natur. Unter dem Leitsatz eines nachhaltigen Sports in der Natur lassen sich Erlebnisangebote, Verhaltensführer bzw. Tourenführer entwickeln.
Beim dritten Themenfeld geht es um eine ökologische Ausrichtung der Sportstätte. Dabei spielen die Einsparungen von Ressourcen wie Energie und Wasser, aber auch die Nutzung und der Einkauf ökologischer Produkte eine wesentliche Rolle.
Das vierte Themengebiet beschäftigt sich mit dem nachhaltigen Eventmanagement. Vereins- und Sportfeste werden regelmäßig geplant und durchgeführt. Selten geschieht das nach ökologischen Gesichtspunkten. Daran können die Freiwilligen im FÖJ im Sport arbeiten.

Seminare
Die Freiwilligen werden an 25 Seminartagen speziell zu Themen des Sports und Umweltschutzes geschult. Die erworbenen Kompetenzen werden in die Arbeit in den Einsatzstellen einfließen. Im Laufe des Freiwilligenjahres erhalten die Freiwilligen durch die Seminare die Jugendgruppenleiterkarte (JuLeiCa).

Marlon Jüttner war FÖJler im Sport in der Einsatzstelle CAN e.V in Hannover. Er findet positive Worte über seine Freiwilligenzeit:
„Das FÖJ im Sport war für mich eine geniale Zeit! Als Begleiter von Kanu-Jugendfreizeiten und mobilen Sportgeräten habe ich fast das ganze Jahr draußen gearbeitet. Der Kontakt mit so vielen unterschiedlichen Menschen hat mich selbstsicherer werden lassen und ich bin mit meinen Aufgaben gewachsen. Das sind Erfahrungen, die mir heute im Studium – und vermutlich auch darüber hinaus – sehr helfen. Ohne das Jahr Freiwilligendienst wüsste ich heute nicht, dass ich gerne mit Jugendlichen arbeite und Lehrer mein Berufsziel ist.“

Fazit
Der Prozess, das Thema Nachhaltigkeit dauerhaft auf die Agenda der Sportvereine zu setzen, ist sicherlich noch lange nicht abgeschlossen. Aber durch die Einführung des FÖJ im Sport konnte ein wichtiger Baustein zum Erreichen dieses Zieles gelegt werden.

Film "Freiwilligendienste im Sport"


Film "10 Jahre Freiwilligendienst im Sport"