Wenn Sie in Ihrem Sportverein oder -verband eine Stelle im Freiwilligen Sozialen Jahr schaffen, erhalten Sie junge, hochmotivierte Freiwillige, die ein ganzes Jahr rund um die sportliche und überfachliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 27. Lebensjahr werden von den Landessportjugenden fortgebildet und pädagogisch begleitet, erhalten ein Taschengeld und die Möglichkeit, sich unter Ihrer Anleitung im praktischen Einsatz zu bewähren und gesellschaftliches Engagement einzuüben. Die Tätigkeiten der FSJler/innen variieren stark, drehen sich aber alle um die sportliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Als Einsatzstellen im Sport kommen somit Vereine und Sporteinrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren, wie z.B. Sportvereine, Sportverbände, Jugendferiendörfer, Bewegungskindergärten, Sportschulen und Sportbildungseinrichtungen, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen. Die Aufgaben und Tätigkeiten liegen z.B. in der Mitarbeit bei der Vereins- oder Verbandsarbeit, bei Spielfesten oder Sportschnupperveranstaltungen, in Ferienfreizeiten oder Ferienspielen, bei Abenteuersportaktionen oder bei Skatertreffs, beim Eltern-Kind-Turnen oder in anderen interessanten Arbeitsfeldern im Sport. Das nötige Handwerkzeug dazu wird in Seminaren und während der Übungsleiterausbildung vermittelt.

Das FSJ beginnt in der Regel am 1. September jeden Jahres. Es dauert mindestens sechs und maximal 18 Monate. Während des Freiwilligen Sozialen Jahres besteht Anspruch auf eine gewisse Anzahl an Urlaubstagen sowie 25 Bildungstage. Alle bürokratischen Formalitäten übernimmt die Landessportjugend. Die Einsatzstelle beteiligt sich an den entstehenden Kosten. Als Einsatzstellen im Sport kommen Vereine und Sporteinrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren, z.B. Sportvereine und -verbände sowie Sportschulen und Bildungseinrichtungen. Einsatzstellen müssen sich vom zuständigen FSJ-Träger anerkennen lassen.

Vorteile für die Einsatzstellen/Vereine

Die Vereine erhalten Unterstützung durch engagierte und motivierte junge Menschen, die das FSJ nach der Schule als willkommene Überbrückungs- und Orientierungszeit nutzen, um sich über ihre eigene weitere (berufliche) Lebensplanung Klarheit zu verschaffen und zugleich etwas "Sinnvolles" für die Gesellschaft und sich (Bildungsjahr) zu tun.

In vielen Vereinen gibt es Bedarf an qualifizierten Freiwilligen, die den Verein in Vollzeit unterstützen. Da die nötigen Mittel fehlen, um reguläre Vollzeitkräfte einzustellen, bleiben neue Projektideen liegen. Die Angebote für Kinder und Jugendliche können nicht ausgebaut und optimiert werden. Freiwillige sind hier eine gute Lösung - und arbeiten engagiert und begeistert mit.

Alle Freiwilligen erwerben im Laufe ihres Dienstes einen Übungsleiterschein, häufig auch eine Jugendleiterlizenz o.ä. Diese Ausbildung erlaubt einen qualifizierten Einsatz in der Betreuung von Gruppen. Damit bietet das FSJ im Sport dem Verein eine gute Möglichkeit der Personalgewinnung und -qualifizierung für die wachsenden Aufgaben der Kinder- und Jugendbetreuung. Erfahrungsgemäß bleibt die Bindung an den Verein nach Ablauf des FSJ bestehen - und ehemalige FSJler/innen sind viel eher bereit, sich auch in späteren Jahren ehrenamtlich im Verein zu engagieren als andere Jugendliche.

Erfahrungsgemäß treten schon vom 13. Lebensjahr an mehr Jugendliche aus dem Verein aus als ein. Dies gilt insbesondere für junge Mädchen. Die Freiwilligen werden durch den geringen Altersunterschied häufig zu Vertrauten und Ansprechpartner/innen. Sie übernehmen eine Vorbildfunktion; ihnen kommt damit eine wichtige Funktion bei der Nachwuchsförderung zu.

Wenn Sie in Ihrem Verein oder Verband einen FSJ-Platz schaffen wollen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Ansprechpartner/innen in Ihrem Bundesland. Alle Adressen finden Sie hier.


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