Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport weiterentwickeln

20.12.2016

Gemeinsam mit zwanzig anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren hat der dsj-Vorstand ein Positionspapier verabschiedet, das die Weiterentwicklung der (Jugend-)Freiwilligendienste anlässlich der Bundestagswahl 2017 in den Blick nimmt. Gefordert wird eine Verbesserung von Teilhabe und Vielfalt in den Freiwilligendiensten, die beispielsweise eine Teilzeitmöglichkeit im Bereich der Jugendfreiwilligendienste für besondere Zielgruppen schafft und die Entscheidung dafür in den Kompetenzbereich der Träger und Zentralstellen überträgt. In besonderer Verantwortung sehen sich die Verbände gegenüber den Teilhabeansprüchen von Eltern und Alleinerziehenden,  bildungsbenachteiligten Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Geflüchteten und jungen Menschen, die nur eingeschränkt einsatzfähig sind. 

Die Träger und Zentralstellen benötigen zudem die notwendigen Bundesmittel, um den quantitativen Ausbau und die qualitative Sicherung der Freiwilligendienste zu ermöglichen. Die finanziellen Mittel des Sonderkontingents „BFD mit Flüchtlingsbezug“, die nach jetzigem Stand nur für zwei weitere Jahre zur Verfügung stehen, müssen auch nach 2018 für den Ausbau der verbandlich organisierten Freiwilligendienstplätze im Inland und zur Sicherung einer hohen Qualität in der pädagogischen Begleitung bereitgestellt werden. Gerade im Sport übertrifft die Zahl der interessierten Engagierten sowie der potentiellen Einsatzstellen die Fördermittel, mit denen FSJ- und BFD-Stellen eingerichtet werden können.

Eine weitere Forderung betrifft die Anerkennungskultur: Im Sinne der jungen Freiwilligen sind konkrete Maßnahmen umzusetzen, die eine ernsthafte und nachhaltige Wertschätzung von freiwilligem Engagement bedeuten. Auch in Bezug auf die Subsidiarität sehen die verbandlichen Zentralstellen klaren Verbesserungsbedarf. „Unsere Mitgliedsorganisationen, die Trägeraufgaben übernommen haben, leisten hervorragende Arbeit“, betont dsj-Vorsitzender Jan Holze. „Zukünftig sollten sie – wie im FSJ seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich – alle Seminartage im BFD selbständig durchführen können.“

Das Positionspapier zum Download
 

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