Erfahrungsbericht von Charlotte Diekhöner

„Hey, ich bin Lotti, 19 Jahre alt und habe die letzten 12 Monate die Möglichkeit genutzt, einen Bundesfreiwilligendienst im Sport bei Special Olympics Kiel zu absolvieren.


Foto: Charlotte Diekhöner

Special Olympics Deutschland ist die deutsche Organisation der weltweit größten, offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Als Bundesfreiwillige hatte ich die Chance, Teil des Organisationsteam für die Special Olympics Kiel 2018 zu sein, bei denen über 4.600 Athleten/ Athletinnen und Unified Partner in 19 Sportarten ihr Wettbewerbe bestritten haben. Durch den Bundesfreiwilligendienst im Sport habe ich sehr viel gelernt:

Die Organisation und Vorbereitungen der SO Kiel 2018 ist sehr vielfältig gewesen, sodass ich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen mitwirken konnte und somit die Gelegenheit hatte, den Aufwand und das Ausmaß für eine so große Sportveranstaltung kennenzulernen. Die Organisation und Betreuung der Helfer für die Sportveranstaltung standen bei mir im Fokus, aber auch in den anderen Bereichen (Sport, Logistik etc.) konnte ich neue und interessante Erfahrungen sammeln. Fast alle Aufgaben waren neu und fordernd für mich, aber man wird nicht allein gelassen und hat immer Unterstützung, sodass man als Freiwilliger die Möglichkeit bekommt, sich persönlich weiterzuentwickeln und neue Einblicke zu erhalten.

Die Veranstaltungswoche selber war ein einmaliges Erlebnis und es war beeindruckend zu sehen, dass Sport die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und verbinden kann.

Es war für mich eine sehr spannende und intensive Zeit, aus der ich viel für die Zukunft mitnehmen und an die ich mich immer wieder gern erinnern werde. Ich bin sehr dankbar für all die Einblicke und Erfahrungen, sowie für die vielen tollen Menschen, die ich während meines Freiwilligendienstes kennenlernen durfte. Die Gelegenheit für so eine große Organisation zu arbeiten und Ideen zu entwickeln und manchmal auch umsetzten zu können, hat sehr viel Spaß gemacht.

Aus diesem Grund war auch das Jahresprojekt ein Highlight für mich. Ich habe ein Projekt gemacht, bei dem ein Mensch mit einer Behinderung und ein Mensch ohne eine Behinderung ein Helferteam gebildet haben und zusammen die Veranstaltungswoche über gearbeitet haben. Die Organisation des Tandemprojektes war sehr zeitaufwendig und intensiv, aber es hat richtig Spaß gemacht. Vor allem war es erstaunlich und toll für mich zu sehen, wie groß das Interesse an diesem Projekt war, wie viele (junge) Menschen sich dafür begeistern konnten und wie viel Spaß die Tandems während den SO Kiel hatten.

Es war aber nicht nur die Zeit in der Einsatzstelle, die einem das Jahr über geprägt und viel Freude bereitet hat, sondern auch die Seminare (Einführungs- Zwischen- & Abschlussseminar, sowie viele kleine zwischendurch) haben jedes Mal ein weiteres Highlight des Jahres gebildet und waren eine tolle Abwechslung zum Alltag. Auf den Seminaren habe ich viele nette Freiwillige kennengelernt, habe neue Freundschaften geschlossen und mich viel sportlich betätigt. Die TeamerInnen haben sowohl die Sport- als auch Theorieeinheiten immer toll und jedes Mal anders gestaltet, sodass man richtig gute, interessante und lustige Tage erleben konnte, an die man sich immer gerne wieder zurückerinnert.

Ich bin super glücklich mit meiner Entscheidung, den Freiwilligendienst im Sport gemacht zu haben, weil ich auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen zurück gucken kann und mich selber extrem entwickeln konnte und unglaublich viel gelernt habe. Ich habe viele tolle Erlebnisse sammeln können und wünsche jedem neuen Freiwilligen ein tolles und spannendes Jahr.“

Sportjugend Schleswig-Holstein



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