Erfahrungsbericht als FWD-Sprecherin beim dsj-Sprecher*innen-Treffen in Köln


Anna Lena Trapp und Berit Bellin vom sjsh-Sprecher*innenteam; Foto: Lea Schulz

Vom 06. bis 08. März 2020 wurden 50 LandessprecherInnen der Freiwilligendienste im Sport aus ganz Deutschland von der Deutschen Sportjugend (dsj) nach Köln-Riehl eingeladen. Vier Freiwillige aus dem aktuellen SprecherInnen-Team (Berit Bellin, Anna Lena Trapp, Frederick Dahmke und Phillip Stoldt) sowie die ehrenamtliche Betreuerin Lea Schulz haben die Sportjugend Schleswig-Holstein vor Ort vertreten. Das Ziel der gesamten Veranstaltung war, Probleme aufzuzeigen und konkrete Ausarbeitungen zu erstellen, um so Forderungen und Verbesserungsvorschläge an Einsatzstellen, Träger, die Deutsche Sportjugend (dsj) sowie die Politik stellen bzw. vorschlagen zu können. Demzufolge hatten die TeamerInnen ein straffes, aber vielseitiges Programm, inklusive Sport und Spaß organisiert, wo viel Platz für die Freiwilligen blieb, sich einzubringen.


Kleingruppe Alumni-Arbeit; Foto: Lea Schulz

Nach der Anreise gab es zum Kennenlernen ein „Speed-Dating“ mit folgenden Fragen: wer bin ich, wo leiste ich meinen Freiwilligendienst, was gefällt mir gut, bzw. was gefällt mir nicht. Daran anknüpfend durfte jedes SprecherInnen-Team die eigene Arbeit vorstellen. Besonders interessant waren dabei die unterschiedlich ablaufenden Strukturen und Systeme der anderen Sportjugenden. Nach der ersten Runde wurde durch die Fragestellung „Wie sieht ein idealer Freiwilligendienst aus?“ die Basis für das Wochenende gelegt. Wieder in Kleingruppen wurden Wünsche und Probleme, die bisher aufgetreten sind, diskutiert und ausgetauscht. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen bildeten sich Projektgruppen, unter anderem zur Alumni-Arbeit, Aktion #freieFahrtfuerFreiwillige, Anerkennung in der Gesellschaft sowie Öffentlichkeitsarbeit. Nach den ersten intensiven Arbeitsstunden ging es am Abend in eine Escape-Room-Challenge, wo sich zum Glück alle erfolgreich befreien konnten. Gut gestärkt startete der Samstagmorgen mit einem Input zur Kampagne #FuerFreiwillige. Lisa Wolff und Jaana Eichhorn von der dsj stellten in einem Vortrag das Konzept der genannten Kampagne und die dazugehörige Internetseite www.fuer-freiwillige.de vor. Auf dieser Seite lassen sich Orte für Freiwillige finden, an denen sie Vergünstigungen bekommen können, wie z.B. in Cafés, Museen oder Kinos. Am Nachmittag arbeiteten die Kleingruppen weiter an Konzepten und Lösungsansätzen, um den Freiwilligendienst für die kommenden Freiwilligen noch attraktiver zu gestalten. Dokumentiert wurde die gesamte Arbeit von einer Gruppe, die genügend Video- und Fotomaterial für einen Imagefilm zum Thema Freiwilligendienste im Sport sammeln konnte. Zum Abschluss eines arbeitsintensiven Tages gab es, als große Überraschung, einen Besuch im „Stundwerk Köln“, wo man sich nur schwer zwischen den Angeboten Bouldern und Parkour entscheiden konnte.


Sprecher*innen aus ganz Deutschland; Foto: David Delp

Und auch am letzten Tag war noch genug Energie da, um fleißig an den Projekten weiter zu arbeiten, bevor es dann zum Abschluss an die Präsentation der Ausarbeitung für die anderen Freiwilligen und die dsj ging. Dabei wurde deutlich, dass es nun bundesweit klare Themenschwerpunkte gibt, zu denen klare Forderungen gestellt werden können. Nun ist die dsj wieder an der Reihe, anhand der erstellten Konzepte und Dokumentationen für die nächsten Schritte zu sorgen. Ziel muss es sein, da waren sich alle TeilnehmerInnen einig, die Strukturen im FWD im Sport auch weiterhin zu verbessern.

Wir, die Sprecherinnen und Sprecher, möchten uns sehr - und besonders bei der dsj sowie den TeamerInnen vor Ort - für das produktive, interessante und abwechselungsreiche Wochenende bedanken. Wir konnten nicht nur bundesweit neue Kontakte knüpfen, sondern auch Ideen und Projekte anderer Sportjugenden aufgreifen, mitnehmen und vielleicht auch bald bei uns in Schleswig-Holstein umsetzen.

Anna Lena Trapp

aus www.sportjugend-sh.de • Nr. 169 • April/Mai 2020



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