Erfahrungsbericht von Elham Mukbel

Hallo, ich bin Elli, 20 Jahre alt und komme aus Syrien. Dort habe ich bis zu meinem 12. Lebensjahr in Damaskus gelebt, bis ich dann für zwei Jahre mit meiner Familie nach Libyen gezogen bin. Als auch dort das Leben immer gefährlicher wurde, sind wir über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet und so bin ich nach Deutschland gekommen.


Foto: Elham Mukbel

Wenn man so viele unschöne Erlebnisse im Leben erlebt hat, weiß man ganz genau, wie wichtig es ist, Hilfe zu bekommen, wenn man alleine und auf andere angewiesen ist. Deshalb war es immer mein Wunsch etwas zu tun, was der Allgemeinheit hilft. Da Sport mein liebstes Hobby ist, habe ich mich sofort im TSV Schleswig angemeldet. Dort habe ich das Sportcamp kennengelernt. Das war genau das, was mir Spaß machte und deshalb habe ich dann den Jugendleiterschein gemacht und habe ab da an Zeltlagern des Kreisjugendringes als Betreuerin teilgenommen.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mir so viel Spaß und Freude bereitet, dass es mein Wunsch war, vor meiner Berufsausbildung ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen. Es sollte eine Dienststelle sein, in der ich mein Hobby Sport mit der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verbinden kann. Diese Möglichkeit fand ich beim TSV Silberstedt. Die Aufgaben, die in meinem FSJ auf mich warteten waren wie für mich gemacht: Jugendtreff, Zeltlager, Schul-AGs, Kindersport, Basketball, Tischtennis, Einrad fahren, Leichtathletik, Tanzen und Ferienbetreuung gehörten hier neben anderen Dingen zu meinem Aufgabenbereich. Durch diese vielfältigen Aufgaben habe ich sehr viel Selbstbewusstsein bekommen und viel über Planung und Organisation gelernt. Sachen, die für meine Zukunft im Berufsleben sicher wichtig sind.

Darüber hinaus fand bei den Seminaren der Sportjugend ein Austausch der Erfahrungen mit anderen Freiwilligen statt, was meinen Erfahrungsschatz nochmals erweitert hat. Dort hat man uns auch viel vermittelt, wie man mit Kindern und Jugendlichen umgehen kann, um ihr Interesse zu wecken, sie stark zu machen und zu einem Team zusammenwachsen zu lassen. Leider hat die Corona-Krise dazu geführt, dass nicht alles gemacht werden konnte, wie ursprünglich geplant war. Unter Anderem betraf das leider auch mein Jahresprojekt. Aber es war auch eine Möglichkeit, zu lernen, wie man mit schwierigen Situationen umgeht und nach anderen Wegen bzw. Lösungen suchen kann.

Am Ende bleiben neben überwiegend vielen schönen Erlebnissen mit den Kindern und Jugendlichen, viele Freunde, die ich gewonnen habe und vor allem habe ich im TSV Silberstedt eine Heimat gefunden, der ich auch nach meinem FSJ treu bleiben werde. Ich danke der Sportjugend S-H und dem TSV Silberstedt dafür, dass ihr mir die Möglichkeit gegeben habt, so ein Jahr machen zu können.

Sportjugend Schleswig-Holstein



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