Abschlussseminar der Deutschen Ruderjugend des BFD-Jahrgangs 2015/16 vom 13. bis 15. Juni 2016 in Hannover


Foto: Deutsche Ruderjugend / Cornelia Stampnik

Zu Beginn des Bundesfreiwilligendienstes konnten es die meisten von uns kaum glauben, nun ist es schon fast so weit: Unser einjähriger Einsatz neigt sich dem Ende entgegen. Mitten im Endspurt bekamen wir mit den vergangenen drei Tagen die Chance, innezuhalten, uns in der schönen Landschaft der Ihme vom Stress der BW- und DJM-Vorbereitungen zu erholen und gemeinsam die vergangenen zehn Monate zu reflektieren.

Nachdem wir gemeinsam zuletzt im Februar unterwegs waren war das Hallo beim Wiedersehen der gesamten Gruppe natürlich groß, das Abendessen in der Jugendherberge Hannover bot Gelegenheit, die wichtigsten Neuigkeiten schon einmal auszutauschen. 

Im Anschluss gingen wir wenige Meter zu unserem Tagungsraum in der Akademie des Sports, in welcher auch die Geschäftsstelle der Ruderjugend untergebracht ist. Dort lauschten wir dem Vortrag von Peter Eichhorn, einem Mitarbeiter des Zentrums für Schlüsselkompetenzen der Uni Hannover. Gemeinsam mit ihm erarbeiteten wir die Werte und Fähigkeiten, welche wir im Bundesfreiwilligendienst erlernt haben und wie wir diese im späteren Leben, ganz speziell aber in Bewerbungssituationen nutzen können. Anschließend zog die gesamte Truppe weiter an den Maschsee, wo wir unseren gemütlichen Austausch an der Wasserkante bis in den späten Abend hinein fortsetzen. 


Foto: Deutsche Ruderjugend / Andreas König

Mit dem Dienstag wurde der wohl größte Themenblock eingeleitet, im welchem wir BFDler unsere Jahresprojekte vorstellten. Jeder von uns hat im Laufe des Bundesfreiwilligendienstes ein Projekt im Verein organisiert, wie die jeweilige Einsatzstelle es bisher noch nicht gekannt hat. Wir waren überrascht von der Vielfalt, Kreativität und auch der Arbeit, die in diese Projekte geflossen war. Von der Organisation von Trainingslagern und Wanderfahrten über das Rudern mit Flüchtlingen bis hin zur Neugestaltung der Vereins-Website hörten wir eine große Bandbreite von Vorträgen, der Vormittag verging wie im Fluge.

Nach dem Mittagessen ging es für uns zu einem geschützten Abschnitt der Ihme, an welchem wir bereits von den Betreuern für das Nachmittagsprogramm erwartet wurden. Beim Bau von zwei Flößen wurde uns einiges abverlangt: Die kreativen Köpfe designten zwei Flaggen, die Konstrukteure entwarfen möglichst tragfähige Bauvarianten und diejenigen mit den flinken Fingern erlernten unterschiedlichste Techniken, um Brett an Brett zu knoten. Nach knapp zwei Stunden stand zwei feierlichen Taufen nichts mehr im Wege, die beiden Gefährte wurden zu Wasser gelassen und es wurde gespannt die Luft angehalten, aber: Sie hielten dem Gewicht von jeweils zwölf Personen stand! Nachdem wir im ständigen Rennen zur Wende paddelten beschlossen wir dort, beide Flöße lieber miteinander zu verbinden und gemütlich zurückzutreiben. 

Im Anschluss fuhren wir in die Einsatzstelle von Marc, wo wir im Deutschen Ruder-Club Hannover grillten und den letzten gemeinsamen Abend bis spät in die Nacht ausklingen ließen.


Foto: Deutsche Ruderjugend / Andreas König

Mit schweren Augenliedern und schwerem Herzen packten wir am Mittwochmorgen unsere Koffer und traten ein letztes Mal den Weg zu unserem Tagungsraum an. Dort im „World Café“ fand ein aufschlussreicher Austausch zu den unterschiedlichsten Themen statt: Was raten wir dem nächsten BFD-Jahrgang und den Einsatzstellen, wie gefielen uns die Seminartage, werden wir uns wiedersehen und wie geht es mit unserem freiwilligen Einsatz für den Rudersport nach diesem Jahr weiter?

Der letzte Seminartag als BFDler der Deutschen Ruderjugend schloss mit dem Mittagessen in der Jugendherberge, bevor wir uns nach einer umarmungsreichen Verabschiedung wieder in die verschiedensten Ecken des Landes aufmachten – nicht allzu traurig, denn in ein- bis zwei Wochen sehen sich die meisten schon auf der DJM oder dem Bundeswettbewerb wieder. Und auch danach wird man sich immer wieder begegnen, denn für fast alle von uns steht schon jetzt fest, dass wir unser Engagement im Rudersport fortsetzen wollen. 


Foto: Deutsche Ruderjugend / Andreas König

Wir bedanken uns bei Dana und Katharina, dass sie das Grillen organisiert haben und bei Marc und dem DRC, bei dem wir so gastfreundlich aufgenommen wurden. Aber unser ganz besonderer Dank gilt dir, Andreas. Die letzten Monate hast du uns begleitet und in unseren Einsatzstellen besucht, bei Fragen hattest du immer ein offenes Ohr und hast uns nicht einmal Ärger gegeben, obwohl die ein oder andere Erste-Hilfe-Bestätigung viele Monate zu spät bei dir eintrudelte. Du hast einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir uns im Bundesfreiwilligendienst wohlgefühlt haben und wir werden uns in unserer (hoffentlich noch langen) Zeit als Jugendbetreuer sicher noch hin und wieder über den Weg laufen.

Von Anne Tjorven Büßen, Lübecker Ruder-Klub



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